: Der Siedepunkt von Wasser bei Normaldruck (1 atm = 101,325 kPa) liegt bei etwa 99,97 °C, gerundet 100 °C. Quelle: Wikipedia – Boiling point, Wikipedia – Properties of water.
: Die Celsius-Skala wurde ursprünglich so festgelegt, dass 0 °C dem Gefrierpunkt und 100 °C dem Siedepunkt von Wasser bei 1 atm entspricht. Seit 1954 bzw. 1968 ist die Skala jedoch über den absoluten Nullpunkt und den Tripelpunkt des Wassers (0,01 °C) definiert, weshalb der Siedepunkt heute nicht mehr exakt 100 °C beträgt. Quelle: Wikipedia – Celsius.
: Der Standard-Atmosphärendruck auf Meereshöhe beträgt per Definition 101.325 Pa (1 atm). Der reale Luftdruck an einem Ort auf Meereshöhe schwankt jedoch wetterbedingt typischerweise zwischen etwa 980 und 1040 hPa. Quelle: Wikipedia – Atmospheric pressure, Wikipedia – Normdruck.
: Der Siedepunkt sinkt mit abnehmendem Luftdruck. Faustregel: pro 300 m Höhengewinn sinkt der Siedepunkt um etwa 1 °C. Auf dem Mount Everest (8.848 m) kocht Wasser bereits bei rund 68–71 °C. Quelle: Wikipedia – Saturation temperature.
: Da die Celsius-Skala historisch am Siedepunkt bei 1 atm geeicht wurde, ist die Alltagsaussage "Wasser kocht auf Meereshöhe bei 100 °C" eine sehr gute Näherung – im wissenschaftlich strengen Sinn aber um wenige Hundertstel Grad zu hoch und zusätzlich vom aktuellen Luftdruck abhängig.
/ EINSCHRÄNKUNG: Die Aussage gilt nur für reines Wasser. Gelöste Stoffe (z. B. Salz) erhöhen den Siedepunkt (Siedepunktserhöhung), Verunreinigungen und Gefäßoberflächen können den beobachteten Siedebeginn ebenfalls verschieben.